7 Komponenten für das perfekte Produktfoto
Für Produktfotografie-Studios und E-Commerce-Shops gleichermaßen ist es entscheidend, für jeden Artikel im Sortiment das perfekte Produktfoto zu erstellen. Online-Käufer erwarten heute hochauflösende, hochwertige Medieninhalte, die ihnen Produkte aus verschiedenen Blickwinkeln und in lebendigen Details zeigen. In diesem Leitfaden erklären wir die 7 Komponenten, die zum perfekten Produktfoto gehören.
Fotoausrüstung und Tipps für das perfekte Produktfoto
Unscharfe oder qualitativ schlechte Produktfotos kosten ein Unternehmen nicht nur Umsatz, sondern können auch dem Ruf der Marke schaden. Daher ist es entscheidend, nur die besten Produktfotos aufzunehmen und zu verwenden. Ein hervorragendes Produktfoto stärkt das Vertrauen des Käufers im Moment des Kaufs und führt langfristig zu höheren Umsätzen und weniger Retouren.
Das Produktfoto sollte das Einkaufserlebnis im Geschäft nachbilden: Der Kunde nimmt das Produkt gewissermaßen in die Hand und betrachtet es genau wie im realen Leben. Die führenden Anbieter im E-Commerce wissen das. Die Profis setzen im E-Commerce hohe Standards, insbesondere mit 360°-Produktfotografie.
Um der Konkurrenz voraus zu bleiben, kommt es darauf an, die richtige Hardware, Software und das passende Zubehör einzusetzen. Damit entstehen konsistente, hochwertige Produktbilder, die sich einfach verwalten und verteilen lassen und zugleich den Verkauf fördern. Lesen Sie weiter, um die 7 Komponenten kennenzulernen, die zum perfekten Produktfoto für E-Commerce-Shops, Händler und Distributoren gehören.

1. Vorbereitung des Produktfotos
Für das perfekte Produktfoto muss das Produkt zuallererst in einwandfreiem Zustand sein und zweitens perfekt für das Fotoshooting positioniert werden. Ob das Shooting vor Ort oder in einem professionellen Produktfotografie-Studio stattfindet: Das Produkt darf vor dem Shooting nicht beschädigt, verbeult oder zerkratzt werden.
Besonders relevant ist das bei Produktshootings mit hohem Volumen, bei denen viele verschiedene Artikel in kurzer Zeit sortiert, transportiert und vorbereitet werden müssen. Auch bei größeren Objekten oder Maschinen ist es wichtig. Beim Transport jedes Produkts vom Lager zur Fotostation ist stets Sorgfalt geboten.
Nach dem Transport muss das Produkt für das Shooting positioniert und perfekt zentriert werden. Es ist stets wichtig, das Produkt im Rotationszentrum zu platzieren, um aussagekräftige Spin-Fotos (oder auch Einzelfotos) zu erhalten. Bei PhotoRobot verwenden wir Laser, die zur Positionierung automatisch eingeschaltet und beim Auslösen der Fotos automatisch wieder ausgeschaltet werden. Das verhindert Bedienfehler. Und falls das Produkt aus irgendeinem Grund nicht perfekt zentriert ist, verfügen wir über eine Software, die einen ganzen Stapel von Bildern mit wenigen Klicks neu zentrieren kann. Die Software kann Produkte auch vertikal neu zentrieren, selbst wenn das Produkt während des gesamten Shootings falsch positioniert war.
Manchmal benötigen Sie zusätzliche Ausrüstung oder Zubehör, da nicht jeder Artikel von allein steht. Das Produkt soll auf dem Foto aufrecht stehen, damit es aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden kann. Dafür nutzen Fotografen häufig Hilfsmittel zur Stütze. Ein Beispiel ist ein von der Decke hängender Draht, der am Produkt befestigt wird und es aufrecht hält, oder unsichtbare Kunststoffstützen, damit ein Artikel von selbst steht.

2. Aufnahme mit sauberem weißem Hintergrund
Bei der Aufnahme eines Produktfotos ist es wichtig, dass das Produkt vor einem sauberen, weißen Hintergrund steht. Das lässt das Produkt nicht nur hervortreten, sondern ist auch Voraussetzung, wenn Sie Online-Marktplätze wie Google Shopping oder Amazon nutzen. Beide verlangen für Produktbilder reinweiße Hintergründe.
Für ein Foto mit weißem Hintergrund braucht es allerdings gewisse Kniffe und das Gespür des Fotografen, damit später weniger nachbearbeitet werden muss.
Bei PhotoRobot erreichen wir dies unter anderem, indem wir einen Glastisch für das Produkt verwenden und einen weißen Stoff einige Fuß dahinter aufspannen, wobei zusätzlich eine Beleuchtung das Produkt von hinten durchleuchtet. So entsteht ein Bild mit gleichmäßig weißem Hintergrund und einer Kontur, wie man sie von Photoshop kennt, und die Bilder sind für die automatisierte Nachbearbeitung vorbereitet.
Was Sie bei einem Produktfoto vermeiden möchten, sind verzerrte Kanten rund um das Produkt. Ist dieser Effekt, der sogenannte Light Wrap, stark ausgeprägt, ist er auch ohne Hineinzoomen deutlich sichtbar und lässt sich später nur mit hohem Bearbeitungsaufwand korrigieren – sofern überhaupt. Er tritt auf, wenn das Produkt nicht sauber vor digitale weiße Hintergründe gesetzt wird, und erfordert eine Bearbeitung und Nachbearbeitung, die nicht nur zeitaufwendig, sondern auch kostspielig sein kann, vor allem bei Produktshootings mit hohem Volumen. Mit einem natürlichen weißen Hintergrund aus Stoff ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Sie Bilder später nachbearbeiten müssen.
Es gibt außerdem weitere Beleuchtungstricks, mit denen sich dieses Problem minimieren lässt und zugleich ein perfekt weißer Hintergrund entsteht. Der wichtigste Faktor ist jedoch der Abstand zum Hintergrund. Bei herkömmlichen All-in-One-„Box“-Lösungen ist dies häufig ein Problem: Der Hintergrund ist Teil der Lichtbox, und Light Wrap entsteht von selbst, weil sich die Objekte zu nah am Hintergrund befinden. Bei PhotoRobot kennen wir dieses Problem und haben unsere Lösungen darauf ausgerichtet.

3. Die perfekte Beleuchtung für ein Produktfoto
Das perfekte Produktfoto lässt Ihr Produkt in lebendigen Details hervortreten – mit genau der richtigen Beleuchtung, um die Form zu vermitteln, und mit einer großen Schärfentiefe. Es sollte keine unerwünschten Reflexionen, Unstimmigkeiten oder zu starken Schatten geben, die Verbraucher vom tatsächlichen Charakter des Produkts ablenken. Und da jede Objektoberfläche anders ist, braucht es das Wissen eines Fotografen darüber, wie verschiedene Objekte auf unterschiedliche Lichtsetups reagieren.
Für die richtige Beleuchtung bei Produktfotos sind drei Arten von Ausrüstung erforderlich.
- Beleuchtungsequipment, z. B. Blitzbeleuchtung, LED-Panel-Technik oder DMX-gesteuerte LED-Panels
- Lichtformer, z. B. Diffusoren, Wabenvorsätze, Reflektoren, schwarze Flags usw.
- Verschiedenes Zubehör, je nach Studio, Art der Produktfotografie usw.
Bei PhotoRobot bieten wir zahlreiche Lösungen für Beleuchtung, Diffusoren und Zubehör an – für kleine bis mittelgroße und große Objekte sowie für schwere Maschinen. Mit der richtigen Ausrüstung, dem passenden Setup und dem nötigen Know-how lassen sich einheitliche Produktfotos aufnehmen, selbst bei reflektierenden oder transluzenten Objekten, die möglicherweise Hilfsmittel wie Requisiten oder hellere Hintergründe erfordern.

4. Einheitliche Bildkomposition bei Produktbildern
Bei der Produktfotografie für E-Commerce kann Einheitlichkeit entscheidend sein, besonders bei Produktgalerien. Alle Produkte sollten so aussehen wie in einer Ladenauslage und das reale Einkaufserlebnis in einer Online-Umgebung nachbilden. Das Erlebnis lässt sich anschließend durch Spins, Detailaufnahmen, 3D-Modelle und mehr erweitern. Das vorrangige Ziel ist jedoch, zunächst einheitliche Produktbilder aufzunehmen, die sich später für diese Anwendungsbereiche nutzen lassen.
Dabei beginnt alles mit der Vorbereitung, und sie kann eines der zeitaufwendigsten Elemente von Produktshootings sein. Das Auspacken, der Transport und die Vorbereitung der Produkte sowie der Aufbau des Fotosets nehmen ebenso Zeit in Anspruch wie die Aufnahme selbst und die Nachbearbeitung.
Auch wenn sich die Vorbereitungszeit kaum verkürzen lässt, sind PhotoRobot-Lösungen darauf ausgelegt, die Aufnahmezeit drastisch zu reduzieren. So lassen sich komplette Bildsets für Einzelaufnahmen, Spin-Fotografie und 3D-Modelle erstellen – mit nur wenigen Mausklicks für einheitliche und überzeugende Online-Produktpräsentationen.
An dieser Stelle kommt es auf die Kamera an. Kameras mit Weitwinkelobjektiven eignen sich am besten für größere Produkte, während sich für kleinere Objekte Makroobjektive einsetzen lassen. Ziel ist es, aus jedem Winkel dieselbe Bildkomposition aufzunehmen, ob für 360°-Aufnahmen oder Einzelfotos.

5. Produktbilder für hervorragende Zoom-Funktionen optimieren
Die nächste Komponente für das perfekte Produktfoto ist die Optimierung der Bilder für hervorragende Zoomfunktionen. Entscheidend ist ein interaktives Erlebnis für den Konsumenten: Er kann das Produkt drehen und bis in feinste Details hineinzoomen, während das Produktbild im gesamten Verlauf scharf und fokussiert bleibt. Hier kommen hochwertige Kameras mit dem passenden Objektiv ins Spiel, um die Bildqualität zu maximieren.
Ein Problem dabei: Wer perfekte Bilder für die Zoomfunktion aufnimmt, erzeugt häufig große Bilddateien. Deshalb hat sich PhotoRobot für die Integration eines globalen Content Delivery Network (CDN) entschieden. Darüber lassen sich Bilddateien weltweit mit maximaler Geschwindigkeit und Auflösung verteilen – dynamisch auf Abruf aufbereitet und passend zur Auflösung des Betrachters ausgeliefert. So ermöglicht der 360°-Produktviewer eine drastische Reduzierung von Datenverkehr und Seitenladezeiten, sorgt für ein positives Erlebnis beim Online-Shopping und steigert den SEO-Wert von Websites.
Auf Wunsch unterstützen PhotoRobot-Lösungen auch 3rd-Party-Hosting-Dienste. Dank reibungsloser Automatisierung im Hintergrund lassen sie sich bei Bedarf in die bestehenden Lösungen der Kunden integrieren.
6. Die Blickwinkel aufnehmen, die das Produkt am besten zeigen
Vertrauen aufzubauen bedeutet im heutigen Online-Handel, Produkte aus verschiedenen Blickwinkeln zu präsentieren, um das Einkaufserlebnis im Geschäft nachzubilden. So wichtig wie die Zoomfunktionen ist auch, wie Konsumenten mit einem Produktfoto interagieren, es drehen und betrachten.
Hochwertige Einzelbilder eignen sich gut zum Zoomen, zeigen dem Konsumenten aber nur eine Ansicht. Soll sich ein Objekt drehen, reichen statische Bilder allein jedoch nicht aus. Für 360°-Aufnahmen bzw. Spin-Fotos sind in der Regel 24, 48 oder 72 Einzelbilder nötig, die zum fertigen Produktbild kombiniert werden. Hier brauchen Sie zusätzliche Ausrüstung wie den ROBOTIC TURNTABLE von PhotoRobot zur Automatisierung der Produkt- und 360°-Fotografie.
7. Postproduktion automatisieren für einheitliche Produktfotos
Ein gut umgesetztes Produktshooting sollte im Nachhinein kaum Bildbearbeitung erfordern, doch manchmal müssen einige typische Probleme korrigiert werden. Zu den häufigsten Korrekturen zählt der Weißabgleich: Dabei beseitigen Sie Farbstiche und geben weiße Produkte im Produktfoto tatsächlich weiß wieder. Dafür können Graukarten als fester Bestandteil des PhotoRobot-Workflows und der automatisierten Nachbearbeitung eingesetzt werden. Bei stark transluzenten Produkten sind Graustufen-Anpassungen erforderlich.
Häufig benötigen Produkte außerdem „globale Anpassungen“, also Bearbeitungen, die auf einen ganzen Stapel von Bildern angewendet werden. Möglicherweise braucht das Produkt eine andere Sättigung oder einen anderen Kontrast, damit die Farben lebendiger wirken, oder es sind lokale Korrekturen nötig, um Makel am Produkt zu beheben.
Konsistenz ist entscheidend bei Produktfotos im E-Commerce
Wenn es darum geht, perfekte Produktfotos für E-Commerce-Shops sowie die Websites von Distributoren und Händlern aufzunehmen, liegt der wichtigste Erfolgsfaktor in der Konsistenz aller Ihrer Produktbilder. Online-Käufer genießen das digitale Einkaufen ebenso wie das Einkaufen im echten Leben: Sie stöbern in Shops und vergleichen Artikel, bevor sie kaufen.
Deshalb sollten E-Commerce-Shops das Ziel verfolgen, auf allen ihren Plattformen Produktfotos in gleichbleibender Qualität zu bieten. So schaffen Sie nicht nur Markenvertrauen, sondern haben auch eine Chance gegen die Konkurrenz in einer Online-Welt, in der perfekte Produktfotografie im Trend liegt und weit verbreitet ist, weil Automatisierung deutlich günstiger geworden ist als herkömmliche Verfahren.
