Models auf dem Virtual Catwalk filmen
Tipps und Strategien, wie Sie Models auf dem Virtual Catwalk filmen – in diesem Tutorial zur Produktfotografie für Mode im E-Commerce.
Leitfaden zum Virtual Catwalk und zum Filmen von Models
In diesem Tutorial zeigen wir, wie Sie Models auf dem Virtual_Catwalk filmen. Der Catwalk ist die Lösung von PhotoRobot für Fotografie im eigenen Haus und für das Filmen von Live-Models. Damit lässt sich jeder verfügbare kleine Raum in ein professionelles Fotostudio für Bekleidungsfotografie und Online-Modenschauen verwandeln.
Der Catwalk besteht aus einem beweglichen Band auf einer drehbaren Plattform – ähnlich einem Laufband, das sich zusätzlich um 360 Grad dreht. Band und Plattform drehen sich gleichzeitig, und die Geschwindigkeit ist einstellbar, damit Models sicher darauf laufen können. Die Kameras bleiben um die rotierende Plattform herum fest ausgerichtet und erzeugen so einen Flying-Camera-Effekt.
Zusammen mit der PhotoRobot Steuerungssoftware steuern Anwender den gesamten Arbeitsbereich, einschließlich Roboter, Kameras, Beleuchtung und mehr. Die Software ermöglicht außerdem Workflow-Management und Automatisierung in der Bildnachbearbeitung. Sie benötigen lediglich handelsübliche Studiobeleuchtung – den Rest übernimmt unsere Kombination aus Hardware und Software.
Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie Sie den Virtual Catwalk mit Live-Models einsetzen. Dieses Tutorial beschreibt den Ablauf, liefert weitere Informationen zu unserer Lösung und zeigt, wie Sie Models im Studio filmen.
Model-Fotografie
Das Fotografieren von Models in der Modefotografie und im E-Commerce ist mehr als einfache Fotografie. Wir arbeiten nicht nur mit lebenden Personen, sondern müssen auch zahlreiche Rahmenbedingungen außerhalb der Fotografie berücksichtigen. Dazu gehören Beleuchtung, Kameraeinstellungen und Belichtung sowie unvorhergesehene Überraschungen, die immer auftreten können. Insgesamt gibt es viele bewegliche Teile – von der Ausrüstung über die Unterstützungsteams bis hin zu zwischenmenschlichen und technischen Aspekten.
1 – So bereiten Sie das Fotoshooting vor
Beginnen wir mit der Vorbereitung des Fotoshootings. Wer bei einem Shooting Zeit sparen möchte, muss gut vorbereitet sein. Das gilt umso mehr bei Shootings mit Models. Klare Ziele und Zeitpläne sind notwendig, um Missverständnisse zu vermeiden (und verschwendete Zeit auf ein Minimum zu begrenzen).
Angenommen, das Produkt steht bereits fest; jetzt müssen wir nur noch das Fotoshooting organisieren. An diesem Punkt gibt es eine Reihe von Fragen, die wir noch beantworten müssen.
- Welche Art von Fotos möchten wir zeigen? (Geht es um Standbilder, 360°-Aufnahmen oder Produktvideos? Fotografieren wir für das Web, für den Druck oder für beides?)
- Welche Fotos und Blickwinkel sind für Marketing- oder PR-Zwecke am wichtigsten? (Hier gibt häufig der Styleguide der Marke vor, welche Arten von Fotos wir benötigen. Sie haben noch keinen Styleguide? Dann lesen Sie unser Tutorial zum Erstellen eines Styleguides.)
- Wenn wir ein Video drehen: Können wir ein Storyboard erstellen? (Sowohl die Unterstützungsteams als auch die Models profitieren von Skizzen der aufeinanderfolgenden Einstellungen und vorbereiteten Notizen zu Vorgehen und Inhalt. Die Notizen können etwa Kameraabstand oder -bewegung, Schwerpunkte usw. enthalten.)
- Und schließlich: Welche unerwarteten Überraschungen können beim Fotoshooting auftreten? (Werden zusätzliche Requisiten benötigt oder ein Ersatz-Model für den Fall, dass eines erkrankt?)
Die Beantwortung dieser Fragen hilft Ihnen dabei, einen detaillierten Plan zu erstellen, der alle Ziele des Shootings abdeckt. Planen Sie den Ablauf Schritt für Schritt und berücksichtigen Sie mögliche Stolpersteine und Anforderungen, die unterwegs auftreten können.

2 – Fotoausrüstung und der Catwalk
Beim Einsatz des Virtual Catwalk unterstützt die PhotoRobot-Software aktuelle DSLR- und spiegellose Canon-Kameras. Im Studio dreht sich der Aufbau um den Catwalk, und es ist lediglich handelsübliche Studiobeleuchtung erforderlich. Der Catwalk lässt sich leicht transportieren und vor Ort aufbauen oder als feste Installation im Studio nutzen.
Dank seiner Konstruktion bietet er eine stabile Plattform, auf die Models einfach und sicher aufsteigen und losgehen können. Bediener können sowohl die Bandgeschwindigkeit als auch die Drehung des Drehtellers optimal auf das jeweilige Model abstimmen. Gleichzeitig steuern wir die Kameras aus der Ferne und bedienen Kamerahöhe und Schwenk, um Fotos oder Videos aufzunehmen.
Speichern Sie die Einstellungen einer Session jederzeit, um sie immer wieder als „Szenario“ für Aufnahmen zu verwenden. Szenarien speichern Parameter wie die Drehung und die Bandgeschwindigkeit sowie alle Anpassungen für das Model beim Start und Stopp. Auch Einstellungen für die Beschleunigung, Richtungswechsel und vieles mehr lassen sich speichern.
3 – So arbeiten Sie mit Live-Models
Die Arbeit mit Live-Models kann mehr Herausforderungen mit sich bringen als die schwierigste Lichtsituation. Sie erfordert nicht nur viel menschliche Interaktion, sondern lässt auch reichlich Raum für unvorhergesehene Stolperfallen. Das Model könnte schlecht gelaunt oder, schlimmer noch, krankheitsbedingt verhindert sein. Zum Glück gibt es eine Reihe von Ansätzen, die Ihre Model-Fotografie erleichtern – für das Model ebenso wie für den Fotografen.
- Achten Sie genau auf Details. (Fällt Ihnen am Model etwas auf, etwa ein heraushängendes Etikett, ein Makel oder eine Falte? Kümmern Sie sich sofort darum. Je weniger Aufnahmen Sie wiederholen müssen, desto besser – und desto ehrlicher wird das Verhältnis zu den Models.)
- Bauen Sie eine Beziehung zum Model auf und schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre. (Für Fotografen und Teams ist es immer wichtig, einen guten Draht zum Model zu finden. Kleine Gesten wie eine herzliche Begrüßung, eine nette Vorstellung oder ein Rundgang durch das Studio bewirken viel. Seien Sie freundlich, präzise und professionell, um eine positive Atmosphäre zu schaffen.)
- Vergessen Sie nie: Models bekommen genau wie Fotografen Hunger! (Lassen Sie keine Mahlzeiten ausfallen. Fragen Sie insbesondere bei längeren Sessions unbedingt nach, welche Speisen die Models bevorzugen und wann sie essen möchten. Vermeiden Sie minderwertige Mahlzeiten wie Fast Food und halten Sie außerdem reichlich Snacks und Erfrischungen bereit. Wasser, Tee oder Kaffee sind nicht nur eine willkommene Pause, sondern halten auch alle während der Session fit.)
- Sorgen Sie für eine gute Kommunikation. (Sie ist vielleicht der schwierigste Teil der Arbeit eines Fotografen. Versuchen Sie stets, klar zu kommunizieren, und geben Sie Anweisungen, die ebenso detailliert wie leicht umzusetzen sind. Vorsicht bei Fachsprache, die das Model verwirren könnte, und seien Sie immer bereit, zu zeigen oder vorzumachen, was Sie erwarten.)

4 – Unterstützung und Vorbereitung der Session
Jeder, der schon in der Model-Fotografie gearbeitet hat, weiß, dass unzählige scheinbar banale Support-Fragen zu klären sind. Hier trägt ein versiertes, kreatives Support-Team wesentlich dazu bei, dass der Fotograf seine Vision verwirklichen kann.
Support-Teams können Unterstützung für Models organisieren (Friseure, Visagisten) und bei technischen Details des Sets helfen. Zwischen Produktionsleitern und ihren Assistenten, einschließlich Szenen- und Produkt-Stylisten, ist Kommunikation zu koordinieren. Von den physischen Details des Sets bis hin zur Fotografie von Produkten und Models erfordert alles ein koordiniertes Vorgehen. Je besser diese Koordination gelingt, desto reibungsloser und effizienter verläuft die Session.
Außerdem können Support-Teams für die Vorbereitung der Produkte für jede Session zuständig sein. Sind Arbeitsaufwand und Umfang der Session jedoch gering, kann diese Aufgabe beim Fotografen liegen. In diesem Fall sollten Sie bei der Produktvorbereitung einige Tipps beachten.

5 – Produktvorbereitung
Zunächst einmal müssen alle Produkte, die wir fotografieren möchten, makellos, neu und ansprechend aussehen. Dazu gehören das Polieren von Schmuck und Knöpfen, das Bügeln von Kleidungsstücken und das Abstauben glänzender Oberflächen. Außerdem sollten Sie einige weitere Tricks kennen, damit die Produkte bestmöglich aussehen.
- Achten Sie auf Fingerabdrücke. (Entfernen Sie Makel mit Druckluft oder weißen Leinenhandschuhen.)
- Beseitigen Sie Falten und Flecken. (Nutzen Sie Fusselrollen, Mannequins oder Kleiderbügel, um Kleidung für die Fotografie vorzubereiten.)
- Verbergen Sie überschüssigen Stoff mit Stylingklammern und Nadeln. (Besonders bei der Arbeit mit Mannequins verleihen Klammern und Nadeln der Kleidung einen ordentlicheren, besser sitzenden Look.)
- Bereiten Sie das Model genauso vor wie das Produkt. (Achten Sie darauf, dass das Model so gepflegt ist, dass es attraktiv oder neutral wirkt und nicht vom Produkt ablenkt.)
- Ziehen Sie in Betracht, einen Stylisten zu engagieren. (Ein Stylist im Team kann Sie erheblich entlasten, da er sich sowohl um die Vorbereitung des Produkts als auch des Models kümmert.)

6 – So bedienen Sie den Virtual Catwalk
Kommen wir nun zum Virtual Catwalk im Studio. Dieser Arbeitsplatz eignet sich für die 360°-Fotografie von Models ebenso wie von Objekten (wenn das Laufband steht). Bei der Fotografie von Models läuft das Model auf dem Laufband, während sich die Plattform um 360 Grad dreht. Die Kameras bleiben rund um die Plattform an ihrem Platz und nehmen kontinuierlich Fotos auf – so entsteht ein „Flying-Camera“-Effekt. Roboter, Kameras, Beleuchtung und mehr steuern Sie komfortabel über eine einzige Oberfläche mit PhotoRobot_Controls.
- Einfacher Einstieg und Ausstieg – Die breite Platte verfügt über stabile Stützen, damit Models sicher und leicht auf die Plattform und wieder herunter gelangen.
- Einstellbare Geschwindigkeit – Konfigurieren Sie sowohl die Drehung des Drehtellers als auch die Bandgeschwindigkeit optimal passend zum Model und zur Session.
- Keine aufwendige Logistik – Der Catwalk und die gesamte Studioausstattung können an ihrem Platz bleiben, ohne dass zwischen den Sessions umgebaut werden muss.
- Anpassbare Höhe – Die Anlage lässt sich außerdem im Boden versenkt installieren, sodass der Arbeitsbereich bündig mit der Plattform abschließt.

7 – Fotos aufnehmen und Videos drehen
Beim Shooting – ob Fotos oder Produktvideos – bietet Dauerlicht zahlreiche Vorteile. Zunächst ist es schlicht eine praktische Lösung, besonders angesichts der Funktionen des Catwalk und seiner durchgehenden Rotation.
Außerdem können Sie dadurch Live View der Kamera nutzen, das eine Echtzeitansicht der Szene liefert. Die sichtbaren Bedingungen ändern sich nicht, während das Model auf der rotierenden Plattform läuft. Die Kameras lassen sich leichter bedienen, und die Beleuchtung erlaubt es den Fotografen, sich stärker auf die Arbeit mit dem Model und die Kontrolle der Ergebnisse zu konzentrieren.
Mit dem Catwalk lassen sich an einem einzigen Tag Dutzende Models für eine komplette digitale Modenschau fotografieren. Zusammen mit der PhotoRobot-Bildbearbeitungssoftware können fertige Bilder und Videos kurz nach den Sessions veröffentlichungsbereit sein.

8 – Tipps für die Postproduktion
Um die Frage, wie man Models für Produktvideos filmt, vollständig zu beantworten, müssen wir auch über die Postproduktion sprechen. Grundsätzlich gelten für die Nachbearbeitung von Aufnahmen mit menschlichen Models dieselben Regeln wie für Still-Life- und Packshot-Fotografie. Zuallererst gilt es, den Styleguide der Marke einzuhalten und die Fotos so zu bearbeiten, dass die visuellen Inhalte einheitlich wirken. Darüber hinaus gibt es einige weitere Regeln, mit denen Sie in der Postproduktion Zeit und Aufwand sparen.
- Achten Sie besonders auf feine Details. Denken Sie daran: Zusätzliche 2 Minuten beim Fotoshooting können oft 10 Minuten in der Postproduktion einsparen. Achten Sie auf scheinbar kleine Probleme wie Staub, Falten oder Knitter, die später umfangreiche Bearbeitungen erforderlich machen können.
- Übertreiben Sie es nicht mit der Bearbeitung. Bei der Bearbeitung von Fotos für den E-Commerce gilt häufig: Weniger ist mehr. Stark bearbeitete Fotos können zu mehr Retouren führen. Streben Sie daher stets visuelle Inhalte an, die das Produkt wirklichkeitsgetreu darstellen.
- Übertreiben Sie niemals Farbsättigung oder Dynamik. Ein häufiger Fehler bei der Nachbearbeitung in der Produktfotografie ist es, Sättigung und Dynamik über ein natürliches Maß hinaus zu erhöhen. Prüfen Sie die Endergebnisse immer und holen Sie gegebenenfalls eine zweite Meinung zum Farbeindruck ein.

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