Models auf dem Catwalk fotografieren: Regieführung und Posen

Models auf dem Catwalk fotografieren: Regieführung und Posen

Verbessern Sie Ihre Model-Fotografie auf dem Virtual Catwalk: mit wichtigen Tipps zur Regie und zum Posing von Models im Studio.

Sparen Sie Zeit und lassen Sie den Inhalt dieser Seite zusammenfassen
Wählen Sie Ihr Tool, um eine Zusammenfassung dieser Seite zu erstellen:

9 wichtige Tipps zur Regie und zu Model-Posen

Zu wissen, wie man Models auf einem Laufsteg fotografiert, ist eine Sache; Model-Fotos auf dem Virtual Catwalk aufzunehmen, eine andere. Der Virtual Catwalk verwandelt jeden kleinen verfügbaren Raum in eine rotierende Plattform mit beweglichem Laufband für die Model-Fotografie.

Er funktioniert ähnlich wie ein Laufband, das sich zusätzlich um 360 Grad dreht. Band und Plattform rotieren gleichzeitig. Die Geschwindigkeit ist dabei einstellbar, sodass Models den Laufsteg leicht betreten oder verlassen können und sicher darauf laufen.
‍

Im Videoleitfaden zum PhotoRobot Catwalk finden Sie Informationen zur Modefotografie am Model.

‍

‍

Während des Shootings bleiben die Kameras seitlich rund um die Plattform positioniert und erzeugen den sogenannten „Flying-Camera-Effekt“. Dieser Effekt eignet sich universell: für Einzelbilder, für 360°-Produktfotografie oder für Produktvideos mit lebenden Models.

Ob E-Commerce-Fotografie oder Video für eine Online-Modenschau – der Catwalk macht Shootings einfach. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Arbeit mit den Models: Beziehungen aufbauen, Posen anleiten und die besten Fotos aufnehmen.

Und genau dazu gibt dieses Fototutorial Antworten. Lesen Sie weiter: 9 Tipps zum Posing und zur Fotografie von Models auf dem Catwalk – von der Vorbereitung bis zur Umsetzung.

‍

‍

1 – Bereiten Sie das Model-Shooting frühzeitig vor

Die Arbeit mit Models bei einem Shooting erfordert viel Vorbereitung. Wir arbeiten nicht nur mit lebenden Motiven, sondern müssen auch zahlreiche Bedingungen jenseits der Fotografie berücksichtigen. Vom Lichtaufbau für die Model-Fotografie bis zu Kameraeinstellungen und Belichtung ist das erst der Anfang. Wir müssen mit unerwarteten Überraschungen rechnen und alle beweglichen Teile im Studio einplanen: Ausrüstung für die Produktfotografie, Unterstützung sowie zwischenmenschliche und technische Aspekte.

‍

Studioaufbau mit Catwalk, Model, Beleuchtung und Computer.

‍

Wie Profis stets sagen: Die Vorbereitung ist entscheidend. Das gilt umso mehr, wenn Sie die Fotografie von Models planen. Klare Ziele, Zeitpläne und eine gute Kommunikation sind notwendig, um Missverständnisse zu vermeiden (und Zeitverluste zu begrenzen). Stellen Sie sich deshalb bei der Vorbereitung eines Shootings die folgenden Fragen.

  • Um welches Produkt handelt es sich, und welche Fotos benötigen wir? (Sollen Einzelbilder, 360°-Packshots und/oder Produktvideos entstehen? Fotografieren wir für das Web, den Druck oder beides?)
  • Welche Blickwinkel sind für Marketing und PR am wichtigsten? (Professionelle Studios erhalten diese Informationen in der Regel aus einem Marken-Styleguide. Styleguides legen oft nicht nur die benötigten Bildarten fest, sondern auch Blickwinkel, Hintergründe, Retusche und mehr.)
  • Welche unerwarteten Überraschungen könnten auf uns warten? (Benötigen wir zusätzliche Requisiten für die Szene oder vielleicht ein Ersatzmodel für den Fall, dass jemand erkrankt?)

Die Antworten auf diese Fragen helfen Ihnen, einen detaillierten Fahrplan für das Fotoshooting zu erstellen. Erarbeiten Sie einen detaillierten Plan, der alle Ziele abdeckt, die Abläufe Schritt für Schritt festlegt und mögliche Überraschungen unterwegs berücksichtigt.

‍

‍

2 – Halten Sie ein Support-Team für das Shooting bereit

Ein erfahrenes, kreatives Support-Team kann Fotografen bei der Umsetzung ihrer Vision eine unschätzbare Hilfe sein. Support-Teams können Unterstützung für die Models organisieren (Friseur, Make-up usw.) und bei technischen Aspekten der Szenenvorbereitung helfen.

‍

Bild eines Models, das den Computerbildschirm verlässt und über den Laufsteg geht.

‍

Hinzu kommt, dass stets Kommunikation zu koordinieren ist. Das Session-Support-Team kann hier entlasten: Es vermittelt zwischen Managern und Assistenten oder zwischen Szenen- und Produkt-Stylisten. Es ist die Schnittstelle im Studio und übernimmt alles – vom Aufbau der Szene über die Vorbereitung der Produkte bis zur Betreuung der Models. Das restliche Team kann sich währenddessen auf seine jeweiligen Aufgaben konzentrieren.

Je besser die Koordination, desto effizienter verläuft das Fotoshooting. Der Support kann sogar die Verantwortung übernehmen, physische Details der Szene zu überwachen oder die Produkte für jede Session vorzubereiten. Bei kleineren Projekten können diese Aufgaben allerdings beim Fotografen liegen. Je höher das Arbeitsaufkommen, desto größer der Mehrwert, den das Support-Team für das Studio leistet.

‍

‍

3 – Nutzen Sie Fotobeispiele für die gewünschten Model-Posen

Halten Sie als Nächstes immer Referenzen dafür bereit, wie Ihr Model posieren soll. Zeigen Sie einige Beispielposen, damit sich das Model sowohl mit dem Shooting als auch mit dem Styleguide vertraut machen kann. Je mehr Sie zeigen statt erklären, desto wahrscheinlicher erzielen Sie den gewünschten Look.

‍

Professionelles Foto eines Models vor futuristischem Hintergrund.

‍

Wenn Sie noch keine Referenzen haben, suchen Sie einfach online nach Beispielen, um die grundlegende Idee zu vermitteln. Überlegen Sie anschließend, Beispielposen für ein Handbuch oder einen Styleguide zu sammeln, denn das vereinfacht künftige Shootings.

‍

‍

4 – Lenken Sie die Aufmerksamkeit des Models mit nonverbalen Signalen

Statt verbaler Anweisungen sollten Sie ein System für nonverbale Kommunikation einrichten. Einfache Handzeichen oder das Zeigen auf Objekte und Orte im Studio funktionieren gut. Das Model muss Anweisungen nicht erst hören und dann darüber nachdenken, was für einen besseren Ablauf des Shootings sorgt.

‍

Weibliches Model in elegantem blauem Kleid posiert für Kameras.

‍

Dieser Ansatz ist nützlich, wenn Sie Virtual Catwalk sowohl als rotierende Plattform einsetzen als auch einzelne Winkel aufnehmen. Mit dieser Technik lässt sich der Blick des Models besser lenken oder ein Ausdruck hervorrufen – und das ist deutlich einfacher als mündliche Anweisungen.

‍

‍

5 – Planen Sie Posen für Handtaschen oder Schmuck

Wie sieht es mit Posen für Handtaschen und Schmuck aus? Hier gibt es einige Punkte zu bedenken, bevor Sie das Model positionieren.

Zunächst ist es entscheidend, Produkte wie Handtaschen und Schmuck stets mit der passenden Kleidung zu kombinieren. Die Farben sollten das Produkt am Model zur Geltung bringen und zugleich feine Details hervorheben.

Bei Fotos von Accessoires, die am Arm hängen, sollte der Artikel vollständig sichtbar sein. Das erfordert in der Regel eine Nahaufnahme des Produkts, sodass der Fokus meist auf der unteren Körperhälfte des Models liegt.

‍

Model mit Designer-Sonnenbrille posiert mit Damenhandtasche.

‍

Achten Sie auf die Arm- und Handposition und kontrollieren Sie diese während der Session. Außerdem benötigen Sie Aufnahmen aus einem 3/4-Winkel sowie von hinten und von den Seiten.

‍

‍

6 – Arbeiten Sie mit statischen und dynamischen Model-Posen

Bilder von Models können entweder die Illusion von Bewegung erzeugen oder statisch wirken. Häufig verlangen Styleguides eine Kombination aus beidem, also statische und dynamische Model-Posen.

Virtual Catwalk bietet eine Plattform für beides. Models können auf der Plattform stillstehen, während sie sich dreht, an einzelnen Winkeln anhalten oder auf der Plattform gehen. Aufnahmen eines Models, das auf dem Laufsteg geht, sind naturgemäß dynamischer und wirken natürlicher.

6 – Arbeiten Sie mit statischen und dynamischen Model-Posen

‍

Wenn Sie die Illusion von Bewegung erzeugen möchten, gelingt das in der Regel über die Position von Händen und Füßen des Models. Stellen Sie Hände und Füße nach außen, sodass es aussieht, als käme das Model auf die Kamera zu.

Für statischere Posen stellen Sie die Füße eher schulterbreit und lassen die Hände seitlich am Körper des Models ruhen. So wirkt das Model auf den Bildern, als stünde es still.

‍

‍

7 – Finden Sie die beste Model-Pose für das Produkt

Letztlich hängt es vom Produkt ab, wie Sie Ihr Model für ein Produktshooting posieren lassen. Bei Sportbekleidung oder Sportartikeln, etwa Hockeykleidung und -ausrüstung, sind dynamische Lifestyle-Bilder gefragt.

Anders bei Schlafbekleidung oder Freizeitmode. Die Posen in Ihren Produktbildern müssen nicht nur das Produkt zeigen, sondern auch den damit verbundenen Lebensstil.

‍

Model in Sportbekleidung posiert auf dem Catwalk.

‍

Je stärker sich Verbraucher mit dem Model identifizieren können, desto mehr Produkte verkaufen Sie voraussichtlich in diesem Webshop. Ziel sollte es daher sein, mit den Posen Ihres Models sowohl das Produkt als auch den Lifestyle einzufangen.

‍

‍

8 – Erleichtern Sie die Arbeit für Fotograf und Model

Die Arbeit mit echten Models erfordert viel menschliche Interaktion. Auch wenn dies wiederum einem kreativen Support-Team zufallen kann, gibt es Möglichkeiten, sich besser auf unvorhergesehene Herausforderungen vorzubereiten. Manchmal sind Models und Fotografen schlecht gelaunt oder, schlimmer noch, krankheitsbedingt arbeitsunfähig.

‍

Model im Studio zeigt den Daumen nach unten.

‍

Zum Glück gibt es eine Reihe von Techniken, mit denen alles reibungslos abläuft – für Fotografen und Models gleichermaßen.

  • Achten Sie auf kleinste Details. (Fällt Ihnen eine Unregelmäßigkeit auf, etwa ein herabhängendes Etikett, ein Fleck oder eine Falte? Beheben Sie sie sofort. Je weniger Aufnahmen Sie wiederholen müssen, desto besser – und Sie schaffen zugleich Vertrauen bei Ihren Models.)
  • Bauen Sie eine Beziehung auf und schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre. (Das Team sollte stets einen guten Draht zum Model aufbauen. Scheinbar kleine Gesten wie eine herzliche Begrüßung, eine nette Vorstellung oder eine Tasse Tee können viel bewirken.)
  • Sorgen Sie für das leibliche Wohl von Fotograf und Model! (Halten Sie im Studio stets gesunde Snacks und Erfrischungen bereit und planen Sie Pausen für vollwertige Mahlzeiten ein. Jeder bekommt Hunger, und ausgelassene Mahlzeiten – besonders bei längeren Sessions – machen die Arbeit für alle schwieriger.)

‍

‍

9 – Achten Sie genau auf die feinen Details

Schließlich spart die Aufmerksamkeit für feine Details beim Shooting erheblich Zeit in der Postproduktion. Bedenken Sie: 2 zusätzliche Minuten im Studio können oft 10 Minuten Retusche sparen. Achten Sie auf kleine Mängel wie Staub, Falten oder Knitter, die in der Bearbeitung umfangreiche Korrekturen erfordern können.

‍

Geschichtete Bilder von der Softwareoberfläche bis zum fertigen Bildergebnis.

‍

Denken Sie daran: Für die Nachbearbeitung von Aufnahmen mit menschlichen Models gelten dieselben Regeln wie für Stillleben und Packshot-Fotografie. Letztlich gilt: Je weniger Bearbeitung Ihre Modefotos benötigen, desto besser.

Stark bearbeitete Fotos erhöhen meist die Zahl der Retouren. Streben Sie daher Bildinhalte an, die das Produkt originalgetreu darstellen.

Hüten Sie sich außerdem davor, Farbsättigung oder Dynamik (Vibrance) zu stark zu betonen. Diese über das normale Maß hinaus zu erhöhen, ist ein häufiger Fehler in der Modefotografie. Prüfen Sie die fertigen Bilder immer noch einmal und holen Sie gegebenenfalls eine zweite Meinung dazu ein, welchen Eindruck die Farben vermitteln.

‍

‍

Bereit, Ihr Fotostudio aufzurüsten?

Melden Sie sich unten für unseren Newsletter zur professionellen Produktfotografie an oder folgen Sie uns auf Facebook, LinkedIn und YouTube. Wir erstellen regelmäßig Inhalte für unsere Kunden und Fotografen – vom kleinen Webshop-Betrieb bis zum industriellen Fotolager. Ob Anleitungen zum Fotografieren von Models mit PhotoRobot oder branchenübergreifende Themen: Wir sind für Sie da.