Profi-Tipps für die Produktfotografie von Schuhen
Praxisnahe Einblicke in die Produktfotografie von Schuhen, die Nachbearbeitung und Best Practices für E-Commerce-Produktbilder.
Best Practices für Produktbilder: Produktfotografie von Schuhen
Ein erfolgreiches Schuh-Fotoshooting erfordert mehr, als einfach ein Paar Sneaker auszuwählen und am Set Bilder aufzunehmen. Wenn Ihr Produktportfolio überzeugen soll, ist hochwertige Produktfotografie der Schlüssel zu einem positiven Online-Einkaufserlebnis. Einfache Schuhbilder sowie unscharfe oder schlecht ausgeleuchtete Aufnahmen überzeugen Käufer schlicht nicht vom Kauf Ihres Produkts.
Mit den richtigen Kameras und Objektiven, Schärfe, passender Beleuchtung, Bildbearbeitungssoftware und etwas Technik verkaufen sich Produkte jedoch fast von selbst. Entscheidend sind eine gute Vorbereitung sowie einige grundlegende Best Practices für reibungslosere Workflows und effektivere Fotoshootings. Schließlich gibt es keine Zeit zu verlieren – das gilt insbesondere für die E-Commerce-Fotografie im Modebereich.
In diesem Tutorial stellen wir Ihnen unsere 10 wichtigsten Tipps vor, wie Sie Schuhe für den Online-Verkauf fotografieren. Sie erhalten Einblicke in Best Practices für Produktbilder bei der Schuhfotografie: von der Vorbereitung über die Arten der Fotografie und die Bildbearbeitung bis zur Veröffentlichung.
1 – Vorbereitung und Inszenierung für die Schuhfotografie
Die erste und wichtigste Phase jeder E-Commerce-Fotografie ist stets die Vorbereitung des Shootings. Mitunter können ein paar Sekunden mehr Vorbereitung sogar Minuten in der Nachbearbeitung sparen. Entweder der Fotograf oder ein Produkt-Stylist sollte sicherstellen, dass sich sowohl die Schuhe als auch das Set in einwandfreiem Zustand befinden. So läuft Ihre Schuhfotografie mit möglichst wenig unnötigem Aufwand ab.
Für jedes Shooting sollten Sie verschiedene Styling-Accessoires und Hilfsmittel griffbereit haben, um Schuhe zu reinigen und unterschiedliche Schuharten zu fotografieren. Verwenden Sie zum Beispiel Bürsten, Poliertuch und Druckluft (für den letzten Feinschliff), um Schuhe für die Fotos vorzubereiten. Schere, Papiertücher und Essstäbchen eignen sich dagegen zum Stylen, Ausstopfen oder Geraderichten von Schuhen (etwa Ballerinas).

Wenn Sie einem Styleguide der Marke folgen, weiß der Stylist genau, wie die Schuhe vorzubereiten sind. Ein Styleguide gibt den Teammitgliedern nicht nur vor, wie Produkte zu präsentieren sind, sondern regelt auch weitere Elemente. Neben den zu fotografierenden Perspektiven können Styleguides etwa Arten von Produktfotos, Bearbeitungsparameter, Freistellung des Hintergrunds und die optimale Beleuchtung festlegen. Diese Vorgaben geben Stylisten alles an die Hand, was sie für die manuelle Vorbereitung eines Fotoshootings benötigen.
2 – So leuchten Sie Schuhe für E-Commerce-Bilder richtig aus
Für die beste Beleuchtung bei der Schuhfotografie nutzen Sie ein weiches, gleichmäßiges Lichtsetup. PhotoRobot unterstützt zwei Arten von Lichtquellen: Studioblitze von FOMEI und Broncolor sowie beliebige LED-Leuchten mit DMX-Unterstützung.
Achten Sie darauf, dass die Beleuchtung bei der Produktfotografie beide Seiten des Schuhs erfasst. Wenn Sie einen motorisierten Fotodrehteller wie den Centerless Table von PhotoRobot oder the_Cube verwenden, ist dies selbstverständlich weniger problematisch.

Insgesamt hebt ein schönes, gleichmäßiges Licht den Schuh besser hervor, und der Kontaktschatten an der Sohle sollte erhalten bleiben. Bei auffälligen Merkmalen wie Metallelementen an den Schnürösen oder als Designdetail sollten Sie etwas Glanz in Betracht ziehen. Mit einem Reflektor können Sie das Licht lenken, und mit der Belichtung können Sie experimentieren, um die passende Helligkeit zu finden.
3 – Welche Kameras, Objektive und Ausrüstung Sie verwenden sollten
Wichtig ist zunächst, dass das gewählte Kameraobjektiv geeignet ist, die Schuhe scharf abzubilden. Um Verzerrungen zu vermeiden, prüfen Sie Ihren Aufnahmewinkel bei einer geeigneten Blende, damit alle Bereiche, die Sie zeigen möchten, scharf sind. Achten Sie außerdem darauf, wie sich dies auf die Schärfentiefe auswirkt.
Ein gutes Objektiv für Schuhfotos hat in der Regel 15 mm oder mehr. Achten Sie jedoch darauf, dass das Objektiv die Form des Schuhs nicht verändert. Manche verzerren die Optik des Produkts; Weitwinkelobjektive sind für die Schuhfotografie in der Regel ungeeignet.
Bei der Wahl der besten Kamera für Produktfotos unterstützen PhotoRobot-Systeme DSLR- und spiegellose Canon-Kameramodelle der mittleren bis oberen Preisklasse. Montieren Sie die Kamera (oder mehrere Kameras) auf dem Roboter-Kameraarm oder auf dem Mehrkamerasystem von PhotoRobot, um jede beliebige Verschlusszeit nutzen zu können.

Kamerastative wie Robotic Arm und Multi-Cam ermöglichen es Anwendern, den ISO-Wert zu senken, das Bildrauschen zu reduzieren und sauberere Produktbilder zu erzielen. Kombiniert mit motorisierten Fotodrehtellern erfassen diese Systeme wahlweise einreihige oder mehrreihige 3D-Produktfotografie. Und solange Ihre Blende konstant bleibt, spielt die Verschlusszeit keine Rolle mehr.
4 – Die besten Blickwinkel für den Online-Verkauf von Schuhen
„Setzen Sie Ihren besten Fuß nach vorn“, heißt es. Überlegen Sie bei der Wahl der besten Blickwinkel für Schuhfotos zunächst, welche Arten von Fotoshootings Sie umsetzen möchten. Sind 360°-Produktansichten das Ziel? Benötigen Sie Produktbilder für Amazon? Genügen Einzelbilder oder einige Packshots auf weißem Hintergrund, um die Vorgaben Ihres Styleguides zu erfüllen? Welche Blickwinkel sind für Sie am wichtigsten?
Welche Art von Schuh-Fotoshooting sinnvoll ist, hängt zuerst von Ihrem Styleguide und dann von Ihrer Fotoausrüstung und Software ab. PhotoRobot überzeugt zweifellos bei 360°- und 3D-Fotografie, doch viele unserer Kunden erstellen tatsächlich Einzelbilder ihrer Produkte.
Für Einzelbilder gibt es einige allgemeine Blickwinkel, die sich bei der Fotografie von Schuhen bewährt haben. Dazu zählen:
- Die Profilansicht aus einem Blickwinkel – Nehmen Sie nur ein Bild des Schuhs von der Seite auf, das sein Profil zeigt.

- Die 3/4-Seitenansicht – Fotografieren Sie ein Schuhpaar gemeinsam und drehen Sie die Schuhspitzen aus der Profilansicht leicht zur Kamera hin.

- Die 3/4-Ansicht von hinten – Fotografieren Sie den Schuh mit der Rückseite nach vorn, um eine detaillierte Aufnahme zu erhalten. Stylen Sie unterscheidende Merkmale gezielt und nutzen Sie den Zoom, um einen hochwertigen Look zu zeigen.

- Die Frontansicht – Positionieren Sie die Schuhe für die Aufnahme so, dass die Schuhspitzen leicht nach vorn zeigen und die Fersen hinten stehen. Konzentrieren Sie sich auf die Spitze des Schuhs, die der Kamera am nächsten ist, und betonen Sie so die Frontansicht.

5 – Wählen Sie das richtige Dateiformat zum Bearbeiten und Veröffentlichen von Fotos
Gehen Ihre Produktfotos direkt ins Web, oder retuschieren Sie die Bilder zuvor? Bei sofortiger Veröffentlichung ist JPG das übliche Dateiformat. Wenn Sie Produktbilder jedoch weiter retuschieren oder bearbeiten müssen, verwenden Sie eine RAW-Datei.
In der Software PhotoRobot Controls können Sie Dateien anschließend für die Retusche markieren und mit internen Teammitgliedern oder externen Retuscheuren teilen. Mit den Retouch Access Controls kommunizieren und teilen Sie Aufgaben klar – jederzeit und von überall.
Legen Sie einzelne Fotos oder ganze Ordner mit mehreren Artikeln für die Retusche fest. Projektmanager können vor dem Teilen außerdem Anweisungen als Kommentare hinzufügen und die Dateien als „Ready to retouch“ markieren. Der zuständige Retuscheur erhält dann Zugriff auf die Dateien, kann sie herunterladen und seine Arbeit erledigen.
Sobald die Dateien hochgeladen sind, kennzeichnet die Software die Artikel automatisch als „Retouch done“. Projektmanager können die Änderungen nun freigeben oder ablehnen und die finalen Bilder im gewünschten Format veröffentlichen.
6 – Fotografieren Sie Schuhe niemals flach liegend
Kommen wir nun zu einigen häufigen Fehlern, die Sie beim Fotografieren von Schuhen vermeiden sollten. Beginnen wir mit der Positionierung der Schuhe. Schuhe eignen sich schlicht nicht für Flat-Lay-Fotografie.
Flach liegend wirken Schuhe schlaff und leblos und liefern Kunden nur sehr wenige Informationen für ihre Kaufentscheidung. Selbst wenn Sie die Schuhe für verschiedene Blickwinkel positionieren, fällt es Käufern schwer, sich vorzustellen, wie die Schuhe getragen aussehen.
Stattdessen sollten Sie die Illusion erzeugen, der Schuh werde von einer unsichtbaren Person getragen. Einige Möglichkeiten dafür betreffen das Produkt-Styling: Schuhe mit Seidenpapier ausstopfen, sie mit Essstäbchen in Form bringen usw.
Gehen Sie noch einen Schritt weiter und erwägen Sie den Einsatz verschiedener Arten von Produktbildern. Animationen, 360°-Ansichten, 3D-Modelle, Produktkonfiguratoren und Videos verleihen Ihrem Schuhportfolio wirklich die dritte Dimension.
7 – Überladen Sie den Bildausschnitt nicht
In vielen Fällen eignet sich ein schlichter, einfarbiger Hintergrund besser für Schuhfotos als eine Lifestyle-Umgebung. Überladene Hintergründe sind in der Produktfotografie ein schwerer Fehler. Ist der Hintergrund zu unruhig, richten Käufer ihre Aufmerksamkeit nicht dorthin, wo Sie sie haben möchten: auf das Produkt.
Planen Sie stattdessen einen schlichten Hintergrund für die Produktfotografie ein. Halten Sie sich an den Styleguide der Marke und versuchen Sie, alles im Bild einfach und sauber zu halten. So lenken Sie mehr Aufmerksamkeit auf die Schuhe und können besondere Merkmale wirkungsvoll in Szene setzen.
Auch wenn Requisiten dem persönlichen Branding dienen können, ist es in der Regel am besten, die Schuhe allein zu fotografieren. Mit PhotoRobot lässt sich anschließend die Hintergrundentfernung einfach automatisieren und der Hintergrund an Ihren Styleguide anpassen.

8 – Vermeiden Sie hartes Licht
Wenn Sie sowohl bei der Aufnahme als auch in der Nachbearbeitung Zeit sparen möchten, ist die Beleuchtung entscheidend. Das kann man gar nicht genug betonen. Hartes, direktes Licht kann Unvollkommenheiten hervorheben, Farben verfälschen und tiefe Schatten erzeugen. Diese Probleme führen in der Nachbearbeitung zu erheblichem Zeitaufwand, obwohl bei richtiger Beleuchtung wenige Minuten genügt hätten.
Die PhotoRobot-Beleuchtung unterstützt sowohl FOMEI- und Broncolor-Blitzgeräte als auch LED-Lichter mit DMX-Unterstützung. Kombinieren Sie diese, um für jedes Produkt und jedes Shooting die ideale Beleuchtung zu finden. Ziel ist ein weiches, natürliches Licht, das eine einfache Hintergrundentfernung und möglichst wenig Nachbearbeitung ermöglicht.

9 – Verzichten Sie auf kreative Unschärfe oder Weichzeichnung
Auch wenn ein Produktfotograf künstlerischen Ausdruck durch Weichzeichnung in Erwägung ziehen mag: Widerstehen Sie der Versuchung. Bei Schuhfotos müssen Käufer umso mehr raten, je unschärfer die Bilder sind.
Stellen Sie sicher, dass Kunden jedes Detail der Schuhe im Bild scharf erkennen können. Verwenden Sie bei einer DSLR eine höhere Blendenzahl wie f/11 und einen Kameraarm wie den Robotic Arm, um Verwacklungen zu minimieren.

10 – Zeigen Sie nie nur wenige Perspektiven
Zeigen Sie auf Ihren Schuhfotos möglichst viele Blickwinkel und Ansichten. Gerade bei Schuhen möchten Kunden jedes Detail, jede Seite und jeden Blickwinkel des Produkts sehen. Wenn sie sich kein vollständiges Bild vom Schuh machen können, werden sich Ihre Schuhe schlicht nicht wie von selbst verkaufen.
Nehmen Sie alles in das Portfolio auf: vom kompletten Paar über frontale Seitenansichten und schräge Seitenansichten bis hin zu Vorder- und Rückansichten. Auch Ansichten von oben und die Schuhsohlen sollten nicht fehlen. Ergänzen Sie anschließend Detailaufnahmen, um besondere Merkmale hervorzuheben, zum Beispiel Logos, Textur, Design, Schnürsenkel usw.
Achten Sie schließlich auf einen einheitlichen Bildbeschnitt Ihrer Produktfotos. Käufern fällt auf, wenn ein Bild näher wirkt als ein anderes. Sie bemerken auch Abweichungen beim Zoom oder beim Abstand zwischen Kamera und Produkt, bei der Beleuchtung, beim Fokus und mehr.

Prüfen Sie, ob Ihr Produktportfolio von Bild zu Bild und von Einzelbild zu Einzelbild einheitlich ist. Die Bearbeitungssoftware von PhotoRobot unterstützt Sie dabei mit automatischer Produktzentrierung sowie manueller oder automatischer Beschnittsteuerung.
Sorgen Sie dafür, dass Käufer nie raten müssen
Wenn Sie diese grundlegenden Regeln der Schuhfotografie befolgen, sprechen Ihre Produktfotos nicht nur an und informieren, sondern beeindrucken auch. Schließlich geht es darum, das Einkaufserlebnis bestmöglich zu optimieren. Und genau darin liegt bei PhotoRobot unsere Expertise. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie man Schuhe fotografiert, oder über Produktfotografie im Allgemeinen, wissen Sie, wo Sie uns finden.

